Susi

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Es ist noch gar nicht so lang her, in 2009. Aber irgendwie doch als wär es gestern gewesen. Meine erste Finisher-Party. Am anderen Ende der Welt (Südafrika), mitten im Nirgendwo (Port Elisabeth), umgeben von verrückt anmutenden Sportlern (Thore), die alle nur ein Ziel hatten – die Finishline. Nach Stunden des Mitfieberns und der Freude im Ziel, habe ich erstmals auch erfahren, was es heißt, die Komfortzone zu verlassen und zu hoffen, dass, die Blase nicht platzt. Damals wusste ich noch nicht, dass dies ein Teil meines Lebens werden würde.

Natürlich gab ich im selben Jahr mein Debüt beim Hamburg Triathlon. Von Thore mit allen Mitteln unterstützt, startete ich als blutiger Anfänger im neuen Neo, mit Karbontriathlonrad und eigenem „Hasen“ auf der Sprintdistanz. Ein Megaspaß! Seither gehören Herausforderungen dieser besonderen Art zu mir. Freiwasserschwimmen in der Dove Elbe, Mitteldistanz in Kronberg, oder mit dem Rad von Hamburg nach Kalmar in Schweden, die OstseeMan-Staffel… . Meine eigenen Leistungsgrenzen haben sich in den letzten acht Jahren verschoben. Und das fühlt sich gut an.

Aber ganz ehrlich: All das ist nix im Vergleich zum Dasein als Supporterin. Wenn man an der Strecke steht und kaum etwas machen kann, außer mitfiebern und hoffen, dass alles gut geht und heut für jemanden der Tag der Tage ist …

Für mich ist es mehr als nur Daumendrücken. Eine Langdistanz muss vorbereitet werden, nicht nur vom Athleten selbst. Urlaube werden zum Trainingslager. Zum Deich geht es nur noch mit dem Rad. Für Sonntage werden Ausflüge zur Thaimassage eingeplant. Und Problem werden weggeatmet. In den Wochen und Monaten vorher, aber auch während der Stunden auf der Strecke.

Ich habe so viele Wettkämpfe begleiten dürfen, habe im Selbstversucht gemerkt wie weit weg die Langdistanz von meiner eigenen Komfortzone ist. Ich habe ein Heidenrespekt vor den Ironmoins und ihrem Ziel. Und freue mich, auf meine Art ein Teil davon sein zu können. Triathlon hat viel mehr mit Teamspirit, viel mehr mit dem gemeinsamen Erleben – oder meinetwegen auch: ‚Erleiden’ – zu tun als viele mit Blick auf die vermeintliche Individualsportart annehmen.

Ich freue mich riesig auf den Ironman Hamburg, auf die Stimmung in unserer Stadt und an der Rennstrecke – und auf das Wir-Gefühl, zu dem ich in meiner Rolle möglichst viel beitragen will und werde…

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